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26.02.2018

Flip-Flop-Steuerung in GEA Ventilköpfen spart 90 Prozent Reinigungsmedien

26.02.2018

PMO erlaubt elektronische Low-Emission-Flip-Flop-Funktion von GEA für Molkerei-Doppelsitzventile in den USA

Molkereien in den USA können nun bis zu 90 Prozent CIP-Medien durch die spezielle Wassersparfunktion LEFF® (Low Emission Flip Flop) von GEA sparen: Der Technologiekonzern erhielt die Freigabe der US-Behörde Pasteurized Milk Ordinance (PMO), diese selbst entwickelte Steuerungsfunktion für Doppelsitzventile bei Molkereianwendungen auch in den USA zu nutzen. Doppelsitzventile der Baureihe 24/7 PMO 2.0 Valve® kommen bei nicht-aseptischen Molkereiprozessen zum Einsatz, wo Milch entnommen, gelagert, verteilt und abgefüllt wird.

Scherkräfte optimal nutzen

Durch LEFF® lassen sich die einzelnen Dichtbereiche der Ventile getrennt reinigen, wobei ihre Dichtfunktion erhalten bleibt. Deshalb können sie unabhängig von Prozesslaufzeiten und Produktdrücken rund um die Uhr arbeiten, ohne den Produktionsprozess für CIP zu unterbrechen. „Das Prinzip basiert auf einer Flip-Flop-Bewegung der Ventilteller“, erklärt Bernd Porath, Produktmanager für hygienische Ventiltechnik bei GEA. „In dem Moment, wo sich der Ventilteller vom Sitz abhebt und einen Reinigungsspalt freigibt, schießt das Reinigungsmedium ein: Dann sind die Scherkräfte am größten, sie reinigen am effektivsten. Wir nutzen das Prinzip aus und schließen und öffnen die Ventilteller ganz gezielt.“

Mikrochip im Ventilkopf spart 90 Prozent Reinigungsmedien

LEFF® ist standardmäßig in den Steuerkopf T.VIS A-15 der Doppelsitzventile 24/7 PMO 2.0 Valve® integriert. Von hier aus taktet die weggesteuerte Elektronik, für die GEA bereits ein Patent besitzt, den Öffnungsmoment und - grad des Ventiltellers mikrometer-genau. Bernd Porath: „Der für die Steuerung verantwortliche Mikroprozessor sitzt direkt im Ventilkopf und nicht wie sonst üblich in der SPS. Wir verkürzen damit die Datenwege der elektronischen Steuerung und beschleunigen die Flip-Flop-Bewegung um wertvolle Millisekunden.“ Durch das Wegemesssystem kann GEA den Spareffekt im Vergleich zur aufwendigen SPS-Programmierung weiter verbessern: Je schneller sich ein Ventilteller öffnet und schließt, desto weniger Reinigungsmedium läuft bei optimaler Reinigungsleistung durch. „Unsere Kunden, die betriebskostenoptimiert und nachhaltig produzieren wollen, sparen bis zu 90 Prozent an CIP-Medien. Damit meinen wir teure Reinigungsmittel ebenso wie Wasser und Abwasser.“

Reinigen im kontinuierlichen Betrieb

Während Low Emission Flip Flop in Europa bereits für einige große milchverarbeitende Betriebe Standard bei der CIP-Reinigung war, durfte die Funktion im Steuerkopf des Doppelsitzventils in den USA bisher nicht zugeschaltet werden. Denn die US-Behörde PMO erlaubt nicht, dass Produkt und Reinigungsflüssigkeiten gleichzeitig durch ein Ventil laufen, um eine Kontamination gänzlich auszuschließen. Reinigungszyklen haben deshalb bisher erhebliche kostenintensive Stillstandzeiten für die Hersteller verursacht.

GEA Ingenieure haben nun die Doppelsitzventile für die Milchverarbeitung gemäß der PMO-Vorgaben umgearbeitet: Ein spezieller Unterdruck im Leckageraum saugt gegebenenfalls überlaufendes Reinigungsmedium ab; auf die Ventilteller kann sich somit erst gar kein Druck aufbauen. Werden also eine Leitung und ihre Dichtstellen gereinigt, kann die andere Leitung weiterhin das Produkt führen. Künftig müssen Molkereien den Betrieb für eine CIP-Reinigung nicht mehr unterbrechen, denn das versetzte Reinigen der GEA 24/7 PMO 2.0 Valve® Doppelsitzventile verhindert ein Vermischen von CIP-Medium und Produkt.

Freigabe durch PMO für Molkereianwendungen in den USA

GEA ist der einzige Hersteller von Doppelsitzventilen, der von der PMO die Erlaubnis bekommen hat, den Steuerkopf für das Wassersparziel zu modifizieren. Die Zulassung von Low Emission Flip Flop für die USA ist ein großer Erfolg: „Wassermangel ist insbesondere in Kalifornien ein kritisches Thema. Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden in den USA künftig auch durch LEFF® helfen können, weniger Wasser zu verbrauchen und dem Kostendruck im Betrieb standzuhalten“, fasst Bastian Tolle, Head of Product Group Management Flow Components bei GEA, zusammen.

Gute Nachricht für Bestandskunden in den Vereinigten Staaten: LEFF® ist bereits in den Steuerkopf T.VIS A-15 der GEA 24/7 PMO 2.0 Valve® integriert und muss bei bestehenden Ventilblöcken nur zugeschaltet werden. Zusätzliche Anlagentechnik und Programmierung sind nicht nötig.

 

Die US-Behörde PMO hat GEA die Freigabe für die Doppelsitzventile der Baureihe 24/7 PMO 2.0 Valve® für nicht-aseptische Molkereiprozesse in den USA erteilt. (Foto: GEA)