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12.06.2017

Merchandising – ein sicheres Geschäft?

12.06.2017

Vom T-Shirt des Lieblings-Fußballclubs bis zum Spielzeug-Lichtschwert Marke „Star Wars“: Merchandise- und Lizenzartikel sind ein Milliardengeschäft. Die Vielfalt der Produkte und die globalen Lieferketten stellen für das Qualitätsmanagement jedoch eine Herausforderung dar. Um die gesetzlich geforderte Produktsicherheit zu gewährleisten, setzen die verantwortlichen Unternehmen vielfach auf das Know-how unabhängiger Prüfdienstleister.

Produktsicherheitsgesetz, Spielzeugrichtlinie, Kunststoff-Verordnung, REACH - Inverkehrbringer von Lizenz- und Merchandise-Artikeln müssen nicht nur den Wünschen der Konsumenten gerecht werden, sondern sind gleichzeitig auch mit zahlreichen Gesetzen, Richtlinien und Qualitätsnormen konfrontiert. Vor allem Spielzeug steht im Fokus der Kontrollbehörden. Allein 2016 listete die EU-Kommission in ihrem RAPEX Schnellwarnsystem 562 Spielzeug- und Kinderartikel als gefährliche Konsumgüter. Keine andere Produktgruppe wies demnach mehr Verbraucherrisiken auf. Sicherheitsmangel Nummer eins ist immer wieder die Belastung durch Chemikalien, beispielsweise Phtalate in Kunststoffspielzeug oder verbotene Farbstoffe in Plüschtieren. Auch verschluckbare Kleinteile und die Strangulationsgefahr durch lange Schnüre führen regelmäßig zu Warenrückrufen - und damit zu wirtschaftlichen Schäden und Imageverlusten für die betroffenen Unternehmen.

Gesetzliche Grenzwerte im Blick behalten
Darth Vader-Puppe, Plüschfigur oder bedruckte Brotdose: Im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung REACH sind Hersteller und Importeure beispielsweise verpflichtet, Verbraucher auf Anfrage zu informieren, sobald ein "besonders besorgniserregender Stoff" in einer Konzentration von mehr als 0,1 Massenprozent enthalten ist. Wird für diesen Stoff eine Gesamtmenge von einer Tonne pro Jahr erreicht, muss zudem Meldung bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA gemacht werden. Die Einführung neuer und spezifischer Grenzwerte sowie die Vielfalt der unterschiedlichen Vorschriften macht die Sache dabei nicht einfacher für die Inverkehrbringer der Ware. So gelten etwa ab September 2017 laut der Verordnung (EU) 2016/1416 neue Regelungen für Gegenstände aus Kunststoff, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Unter anderem wird der Migrationsgrenzwert für Zink auf 5 mg/kg Lebensmittel geändert; Aluminium wird mit einem spezifischen Migrationsgrenzwert von 1 mg/kg Lebensmittel ergänzt. Oftmals ist es gerade für kleinere Unternehmen schwierig, sämtliche Gesetzesänderungen und Marktanforderungen im Blick zu behalten. Eine Möglichkeit, das eigene Unternehmen abzusichern und ein hohes Maß an Verbraucherschutz zu gewährleisten, stellt die Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfdienstleistern wie Hermes Hansecontrol dar.

Transparente Prozesse entlang der Lieferkette
In den hauseigenen Laboren des Hamburger Spezialisten für Qualitätssicherung durchlaufen die Merchandise-Artikel ein anspruchsvolles, nach individuellen Kriterien festgelegtes Prüfprogramm. Dass ein Produkt strenge Kontrollen durchlaufen und bestanden hat, belegen dann etwa das neutrale Prüfzeichen von Hermes Hansecontrol oder das freiwillige GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit. Für die Konsumenten bieten solche Prüfzeichen eine gute Orientierungshilfe für einen verantwortungsbewussten Einkauf. Das schafft Transparenz und hilft den Herstellern und Händlern, sich positiv vom Wettbewerb abzuheben.

Ein ganzheitliches Qualitätsmanagement setzt jedoch noch früher an: Beim Aufbau geeigneter Prozesse im Lieferantenmanagement und unter Umständen bei Qualitäts-Stichproben direkt in den Herstellungsbetrieben. Wer etwa in China oder Bangladesch produzierte Ware in Europa auf den Markt bringen möchte, sollte bereits bei der Produktion sicherstellen, dass die aktuellen Anforderungen der EU bzw. der einzelnen Länder eingehalten werden. Als Prüf- und Zertifizierungsunternehmen mit acht Standorten in Europa und Asien kann Hermes Hansecontrol die Überwachung der gesamten Supply Chain gewährleisten. Im Auftrag ihrer Kunden erstellen die Experten Anforderungsprofile, die Qualitätsstandards und ökologische Anforderungen von Anfang an sicherstellen - Qualitäts-Checks vor Ort in den Produktionsstätten inbegriffen. Welche gesetzlichen Vorgaben in der gesamten Prozesskette zu beachten sind und welche Maßnahmen in der Praxis greifen, vermittelt Hermes Hansecontrol zudem in Seminaren rund um das Thema Qualitätssicherung von Merchandise- und Lizenzartikeln.

http://tools.hansecontrol.de/seminare.html